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Fagus-Werk Alfeld jetzt Weltkulturerbe

Fagus-Werk - Weltkulturerbe
@Fagus-Grecon | Fagus-Werk - Weltkulturerbe

Nicht in einer Weltmetropole, sondern in Alfeld an der Leine steht dieses Wahrzeichen klarer Architektur: Das von Walter Gropius entworfene Fagus-Werk in Alfeld ist zum Weltkulturerbe ernannt worden.

In seiner schlichten Schönheit beeindruckt das Fagus-Werk noch heute die Besucher, die es auf den Spuren von Walter Gropius (1883-1969) nach Alfeld verschlägt: Klare Linien, gläserne Fassaden, eine lichtdurchflutete Produktionshalle. Vor 100 Jahren war dies der Schlüsselbau der Moderne. Hier wurden die Weichen für eine neue Art zu bauen, eine neue Art zu leben gestellt.

Der Schuhleisten-Fabrikant Carl Benscheidt hatte 1911 den Mut, einem unbekannten 28-jährigen Architekten seinen allerersten Auftrag zu geben. „Gropius hat mit dem Fagus-Werk eine architektonische Revolution eingeleitet“, betont Karl Schünemann, Leiter der Fagus-Gropius-Ausstellung auf dem Werksgelände. 

1911 waren Fabrikhallen dunkel, öde und fensterlos. Der junge Gropius – heute als Mitbegründer der modernen Architektur weltweit verehrt – wollte ein humanes Gebäude schaffen. Die gläsernen Vorhangfassaden ließen das Tageslicht in die Halle der Akkordarbeiter hinein. Noch heute werden in Alfeld Schuhleisten produziert, die Mehrheit der 360 Mitarbeiter sind aber im Maschinenbau sowie in der Mess- und Brandschutztechnik beschäftigt. „Wir sind ein lebendiges Denkmal“, sagt Firmeninhaber Ernst Greten mit Stolz. Er ist der Urenkel des Werksgründers Benscheidt, die Familie steckt viel Engagement in den Erhalt des Denkmals.

Carl-Benscheidt ist heute der Namensgeber der Alfelder Carl-Benscheidt-Realschule (CBRS), die zur Zeit auch meine Tochter besucht.
(text-ausschnitte von focus-online verwendet)
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